Pompei
Ich bin in Pompei.
Heute war der 24.August im Jahr 79 n.Ch.! Genau an diesem August-Tag blieben in Pompei die Uhren stehen. Allerdings erfand man die Uhr erst 1200 Jahre später.
Der Vesuv war ausgebrochen, die Stadt verschüttet …ihr kennt die Story. Eine ganze Stadt geht plötzlich „offline“.
Diese Momentaufnahme ist Pompei.
Mit Shorts und T-Shirt wanderte ich durch dieses Weltkulturerbe, aber „gefühlt“ trug ich Sandalen und eine Toga. Heute gab ich innerlich den Römer!
Besuchte das Theater, war auf dem Markt, bestaunte die vielen römischen Imbissbuden, war im Bade-Freudenhaus, auf Sportstätten und in mehreren Tempeln. Das Angebot sehr gross. Ich denke, geneigter Leser, Euer Interesse gilt dem Freudenhaus! So denn…
Nach ausgiebigen Bad- und Saunagängen wurde Mann oder Frau geölt, gesalbt und massiert. Es gab kostenpflichte Dienstleistungen aller Art. Man hörte Musik, trank Wein vermutlich auch Aperol-Spritz, speiste im Liegen, diskutierte rum, kaufte nebenbei einen neuen Sklaven für die Gartenarbeit…und tat all dass, was man so als “ Pompeier*in machen konnte, um zu Chillen.
Das Gendersternchen ist bewusst gesetzt, denn es gab das gleiche Angebot für Frau und Mann. Nix Schmuddeliges…eine römerübliche Wellness-Oase in bester Lage.
Pompei war eine stinknormale Kleinstadt(10.000 Einwohner), so wie Frauenfeld, Herrenberg oder Freudenstadt ! Nur halt vor 2000 Jahren. Prächtige Häuser, bunt bemalt, mit fortschrittlicher Haustechnik und einer beeindruckenden Bauweise. Erbaut von genialen Baumeistern. Wenn man sich überlegt,was alles noch nicht erfunden war. Unglaublich!
Ein interessanter Ort. Ich ließ die hektischen Touristenherden an mir vorbeiziehen, bedauerte die Leithammel mit ihren Fähnchen…und genoss den Tag, trotz Regen und Gewitter.